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13.10.2020 - Vaterschaftsurlaub ab 1. Januar 2021

In der Volksabstimmung vom 27. September 2020 hat die Schweizer Bevölkerung die Vorlage für einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub mit über 60 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Die in der Schweiz erwerbstätigen Väter erhalten bei Geburt eines Kindes neu zwei Wochen Zeit für die Familie.


Die Anpassung im Bundesgesetz über die Erwerbsersatzordnung (EOG) sowie die notwendigen Verordnungsbestimmungen treten per 1. Januar 2021 in Kraft.

Das Merkblatt 6.04 Vaterschaftsentschädigung gültig ab 01.01.2021 liegt nun vor. 

 

Übersicht

Anspruchsberechtige

Väter, welche die folgenden drei Voraus­setzungen erfüllen:

  • In den letzten 9 Monaten vor der Geburt des Kindes nach AHV-Gesetz obligatorisch versichert waren
  • Während dieser 9 Monate mindestens 5 Monate lang einer Erwerbs­tätigkeit nachgegangen sind
  • Am Tag der Geburt ihres Kindes Arbeit­nehmer oder Selbständig­erwerbend sind oder die bis zum Tag der Geburt ihres Kindes ein Tag­geld der Arbeits­losen­versicherung bezogen oder zumindest Anspruch darauf hatten.

 

Anmeldung und Zuständigkeit

Eine Anmeldung kann erst erfolgen, nach­dem alle 14 Urlaubs­tage bezogen worden sind oder nach­dem die 6-monatige Rahmen­frist abgelaufen ist.

Zuständig ist die Ausgleichs­kasse jenes Arbeit­gebers, bei dem der letzte Urlaubs­tag bezogen worden ist.

 

Anspruchdauer

Die 14 Tag­gelder der Vaterschaftsentschädigung können innert 6 Monaten, ab dem Tag der Geburt des Kindes, als Einzeltage, blockweise oder am Stück bezogen werden.

 

Höhe der Vaterschaftsentschädigung

Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des AHV-pflichtigen Brutto-Erwerbs­einkommens, welches der Vater vor der Geburt des Kindes erzielt hat, höchstens jedoch CHF 196.00 pro Tag.

 

Geldempfänger

Grundsätzlich erhält der Vater die Vaterschaftsentschädigung. Leistet der Arbeitgeber während des Vaterschaftsurlaubs Lohnfortzahlungen, die mindestens der Höhe der Vaterschaftsentschädigung entsprachen, wird die Entschädigung dem Arbeitgeber ausgerichtet.