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Krankheit - Informationen für Arbeitgeber

Sind Taggelder wegen Krankheit oder Unfall AHV-pflichtig?
Taggelder wegen Krankheit oder Unfall sind nicht AHV-pflichtig. Arbeitgebende nehmen darauf keine Sozialversicherungsabzüge vor und führen die Taggelder deshalb nicht in der Jahresabrechnung für die Ausgleichskasse auf.

Bezieht ein Mitarbeiter während längerer Zeit Taggelder, erfüllt er unter Umständen seine Beitragspflicht im laufenden Jahr nicht. Eine Beitragslücke wird eventuell erst im Alter bemerkt und kann zu einer Rentenkürzung führen. Empfehlen Sie betroffenen Mitarbeitenden, sich bei der Ausgleichskasse des Wohnsitzkantons zu melden, um die Situation zu klären.

Sind auf Kranken- und Unfalltaggeldern AHV-Beiträge zu bezahlen?
Nein, Kranken- und Unfalltaggelder sind nicht AHV-pflichtig. Der Arbeitgeber zieht davon keine Sozialversicherungsabzüge ab und führt deshalb diese Lohnersatzeinkommen in der Jahresabrechnung für die Ausgleichskasse nicht auf.

In versicherten Krankheitsfällen erhalten unsere Mitarbeitenden den vollen Lohn: Die Versicherung bezahlt 80 Prozent, wir bezahlen die restlichen 20 Prozent. Wie müssen wir dies in der Jahresabrechnung deklarieren?
Die Versicherungsleistung ist nicht AHV-pflichtig. In der Jahresabrechnung führen Sie nur die von Ihnen bezahlten 20 Prozent auf.

Ich bezahle meiner erkrankten Arbeitnehmerin zum Taggeld die restlichen 20 Prozent. Darf ich ihr den Lohn kürzen, damit sie netto nicht mehr verdient als vor der Erkrankung?
Gemäss Wegleitung über den massgebenden Lohn (WML) (Randziffer 2069) beurteilt sich die Frage, ob eine Nettolohnkorrektur zulässig ist, in der Regel anhand des Zivilrechts. Daraus ergibt sich, dass der Nettolohn und damit auch der Bruttolohn unter Umständen angepasst werden darf, je nachdem, was im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) oder zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmerin vereinbart wurde.

Besteht bei Krankheit weiterhin Anspruch auf Familienzulagen?
Bei vollständiger Verhinderung an der Arbeitsleistung (Krankheit, Unfall, Schwangerschaft) werden die Familienzulagen
nach Eintritt der Arbeitsverhinderung noch während des laufenden Monats und der drei darauf folgenden Monate ausgerichtet. Danach hat nur noch Anspruch auf die Zulagen, wer weiterhin den gesetzlich vorgeschriebenen AHV-pflichtigen Mindestlohn (CHF 587 im Monat bzw. CHF 7'050 im Jahr) erhält. Drittleistungen (Kranken- und Unfalltaggelder) sind nicht AHV-pflichtig. Wer ausschliesslich Kranken- bzw. Unfalltaggelder erhält, hat somit keinen Anspruch mehr auf Familienzulagen.

Wo ist die Lohnfortzahlungspflicht von Arbeitgebenden geregelt?
Im Obligationenrecht (Art. 324a OR). Durch schriftliche Abrede, Normalarbeitsvertrag oder Gesamtarbeitsvertrag kann eine von den Bestimmungen im OR abweichende Regelung getroffen werden, wenn sie für den Arbeitnehmer mindestens gleichwertig ist.

Weitere Informationen
6.07 - Obligatorische Krankenversicherung

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